Poster / Art Print Produktion jetzt 100% Inhouse

Poster / Art Print Produktion jetzt 100% Inhouse

Was war los?

In den letzten Wochen wurde mir wieder bewusst, was sich in den letzten Jahren und Monaten schon leise angekündigt hat; Probleme bei externen Druckereien sind immer häufiger geworden und Reklamationen stapeln sich bei gleichzeitig steigenden Preisen.

Vor 4 Jahren habe ich die Produktion der Leinwandbilder ins Haus geholt, da die Lieferzeiten und Farbabweichungen nicht akzeptabel waren. Das war damals eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue.

Bei Postern ist zwar von vornherein klar, dass man Kompromisse eingeht und das über die Masse, bzw. einen günstigeren Preis wieder wettmachen kann.

Wenn allerdings die Farben nicht stimmen, die Pakete beschädigt ankommen, oder man mehr Zeit am Telefon verbringt als der eigentlichen Arbeit nach zu gehen, dann muss sich etwas ändern.

Und dieser Zeitpunkt ist jetzt.

Was war bzw. ist das Problem?

Das Problem war, das ich glaubte, wenn man mit einer Druckerei mal klar kommt und die Druckvorstufe genug anpasst, dann werden die Ergebnisse irgendwann besser. Bei den A3 Prints ist das bisweilen auch genau so passiert, aber bei größeren Formaten ist leider genau das Gegenteil passiert.


Eigentlich sollte alles aus einer Hand sein...

Das stimmt so auch, denn entgegen anderen die mit Dropshippern arbeiten (Also im Shop bestellen löst eine Bestellung bei einer Druckerei aus und diese verschickt im Namen des Künstlers), habe ich alles, was im Shop angeboten wird, auf Lager, oder kann es anfertigen innerhalb von 24 Std. 

Was wäre eine Lösung?

Nun ist Preisdumping natürlich eine Möglichkeit, das muss ich aber zum Glück nicht. Daher bleibt mir die Möglichkeit zu überlegen, was eine bessere Lösung für alle wäre.

Durch den kleinen "Druckpark" über den ich zum Glück verfüge, liegt es nahe alles selbst zu drucken. Aber das stellt mich natürlich vor einige Hürden, und logistische Umstellungen die mir jetzt auch erst möglich sind. Im folgenden möchte ich kurz erläutern worum es dabei geht:

  • Weiterverarbeitung
    Bei Papierdruck auf großen Rollen ist Nachschneiden angesagt. Das ist meist ungenau. Lösung: Passendes Papier bestellen und vom Drucker schneiden lassen.
    .
  • Kalibrierung
    Die bisherige Farbanpassung hat extern funktioniert, intern muss aber neu kalibriert werden. Ist machbar, kostet hingegen Zeit. In Zukunft fließt die kalibrierung direkt ein, sobald ein neues Bild fertig gestellt ist, was auf Dauer wieder Zeit einspart.
    .
  • Der Zeitaufwand
    Bisher war der Aufwand überschaubar. Größere Mengen z.B. für Messen benötigen nun mehr Zeit, und diese ist Abhängig von den Kapazitäten des Druckers. 52 Poster Prints in A2 Größe in einer Stunde sind nun Möglich, dadurch ist der Overhead jetzt theoretisch gut Planbar. Der Vorteil, Bilder die Kurzfristig fertig werden, können direkt zu Messen mitgenommen werden = entspannteres Arbeiten ohne warten.
    .
  • Materialverbrauch & Kosten
    Bei der Kalkulation hat sich ergeben, dass der Materialverbrauch nur moderat gestiegen ist. Die kosten steigen dadurch im Stückpreis zwar um 89 % zu den externen Druckereien, insgesamt relativiert sich das ganze aber weil nur noch "On-Demand" produziert wird. Zieht man noch den Zeitaufwand für Reklamationen und andere Schäden sowie Zeitverlust ab, kommt man am Ende auf wesentlich geringere Prozentzahlen, bei vergleichsweise besserer Qualität. Über größere Abnahmemengen beim Großhändler kann ich die Gesamtkosten auf Dauer reduzieren.
    .
  • Papiereigenschaften
    Ein großes Problem bestand und besteht immer noch darin, das ein Poster/Art-Print Papier verschiedene Eigenschaften besitzen und die Farben dennoch perfekt wiedergeben muss. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, aber ich habe meine Prinzipien und Ansprüche und ich werde dahingehend weiterhin testen. Für den Moment bin ich aber mit einem Produktionspapier von der Marke TECCO fündig geworden, welches soweit alle guten Eigenschaften eines Fine-Art Papiers für mich hat. Vor allem stehen die Poster Prints damit den Leinwandbildern von den Farben her in nichts nach.
    .
  • Technische Bedingungen
    Der weiße Rand von 5mm ist technisch durch die Drucker bedingt da diese nicht Randlos drucken können und kein reines Ästhetikmerkmal.
    Es hat sich zwar zu einem entwickelt, aber auch der Rand ist bei den externen Druckereien immer unterschiedlich gewesen. Wenn nun 5mm in der Beschreibung steht, dann ist es auch so. Technisch gesehen kann er mal an einer Seite 1mm mehr oder weniger haben, aber nicht konstant 2-3mm rundum weniger wie es bisher der Fall war.

Warum diese Lösung?

Andere Anbieter zu finden die auf Digitaldrucke und Plotts spezialisiert sind oder in Fotodrucke würden mich quasi wieder genauso abhängig machen von schwankender Qualität plus höhere kosten, was auf Dauer kein tragbares Geschäftsmodell ist.

Hinzu kommt das große Anbieter auch über Druckparks verfügen und die Einstellungen bei einzelnen Druckern sich jeden Tag ändern können, d. h. Eine Bestellung sieht gut aus, die nächste kann variieren, weil eine Bestellung wohl selten zweimal an derselben Maschine ausgeführt wird. Zudem hängt die Qualität nicht selten von der Person ab, welche den Drucker bedient. Achtet diese/r nicht auf die kleinsten Mängel und wartet das Gerät regelmäßig, kommt es irgendwann zu Problemen.

Qualität steht bei Ars Fantasio an erster Stelle

Hochauflösendes Papier mit seidenmatten Strich, perfekt für den Glasrahmen.


Zum Thema Haltbarkeit; Die bisherigen Bilder sind mit dem HP Indigo verfahren im Digitaldruck und 4 Farben erstellt. Die Haltbarkeit liegt im Innenbereich bei indirektem Licht und wenig Sonne bei ca. 10-15 Jahren. Bei guter Rahmung mit UV Glas sogar länger.

Fotoabzüge schaffen es auf ca. 30 Jahre und Plotts,/ Giclée bzw. das Digitaldruck-verfahren mit dem ich arbeite, verschafft den Bildern laut Herstellerangaben mindestens 70 Jahre Haltbarkeit. Zumindest wenn man Originaltinten verwendet. Was ich aber bei der Bestellung bei Drittanbietern nicht weiß bzw. nicht verbrieft bekomme und daher keine Gewährleistung geben kann.

Kalibrierung

Technik und Metrik kann sich irren, dem Auge des Künstlers entgeht keine Farbabweichung...;)


Was bedeutet das auf lange Sicht?

Auf lange Sicht heißt das, daß Ihr auch auf Papier die beste Qualität bekommen werdet, die mir momentan technisch möglich ist.

Das ist aber noch nicht alles. Viele Dinge die vorher nicht machbar waren aufgrund der Ungenauigkeit bei der Weiterverarbeitung, sind nun möglich!
Konkret heißt das; künftig sind auch größere Formate wie Din A1 im Shop verfügbar.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen

Um die Webseite optimal zu nutzen, müssen sie Cookies akzeptieren. | Please accept cookies for the best possible user experience.